Geeignet ist jeder gepflegte Hund, der viel Freude am Kontakt mit Menschen hat, gehorsam die gängigen Befehle befolgt und keine Aggressionen zeigt.
Rasse, Größe und die Art des Felles sind uninteressant, die Heimbewohner werden „ihren Hund“ ins Herz schließen, egal, wie er aussieht.
Der tiergestützte Besuchsdienst setzt bei Mensch und Tier keine einschlägige Ausbildung voraus, sondern nur die Qualifikation eines guten Herzens von Menschen, die sie ausüben.
(lt. Olbrich)
Dabei sollte der Hund
- Eine feste Bindung zu seinem Besitzer haben,
- auf die gängigen Befehle hören (Sitz, Platz, Bleib usw.),
- auf heimalltägliche Situationen (Rollstuhl, Gehilfen und laute Geräusche) nicht allzu schreckhaft reagieren,
- freundlich und Kontaktfreudigkeit und keinerlei Aggressionen zeigen.
Aber auch der Besitzer sollte Spaß am Umgang mit Menschen haben, bereit sein, regelmäßig die Besuche im Heim durchzuführen und mit seinem Vierbeiner als „Team“ allen besuchten Heimbewohnern Freude und Entspannung, aber auch neue Erlebnisse vermitteln.
Der Hundebesuchsdienst bringt vor allem Freude und Abwechslung in den Heimalltag.
Er fördert:
- das Selbstbewusstsein der Bewohner
der Hund kommt jedem freudig entgegen
der Hund darf gefüttert und gestreichelt werden
der Hund achtet nicht auf Äußerlichkeiten - die Erinnerung an die eigene Biographie
Erinnerung an den eigenen Hund, der Eltern oder der Kinder
Hunde aus der Umgebung - das Kommunikationsverhalten untereinander beleben
neuer Gesprächsstoff
Förderung des Sprachvermögens
Mobilität und motorische Fähigkeiten durch Streicheln, Ballspielen, - Einflüsse mit gesundheitsfördernder Wirkung
Stärkung des Selbstvertrauens und der Selbstachtung
Wohlbefinden und Lebenszufriedenheit
mehr Aufmerksamkeit für sich und sein Umfeld
Abbau von Stress und Aggressionen durch Streicheln und Körperkontakt
der Hund wird zum Kommunikationspartner
zeitliche Strukturierung durch Hervorheben bestimmter Wochentage
- Bereiten Sie sich gut auf den Besuch vor, zeigen Sie Ihrem Hund durch ein bestimmtes Ritual, dass er jetzt in die Einrichtung geht.
- Sprechen Sie vor jedem Besuch mit der Begleitung der Einrichtung über eventuelle Besonderheiten (z.B. Erkrankung, Verhaltensstörungen o.ä.) bei den von Ihnen Besuchten.
- Der gesamte Ablauf des tiergestützten Besuchsdienstes ist mit dieser Begleitung abzustimmen.
- Lernen Sie so schnell wie möglich die Namen der von Ihnen besuchten Heimbewohner und sprechen Sie sie namentlich an. Geben Sie ihnen das Gefühl, ganz für sie da zu sein.
- Nehmen Sie Kontakt auf und versuchen Sie herauszufinden, was den Besuchten interessiert, gehen Sie darauf ein. Knüpfen Sie an seine Erfahrungen mit Tieren an und hören Sie aufmerksam zu, auch, wenn Sie die Geschichte nun zum 10. Male hören. Lassen Sie ihn das Tier streicheln, füttern, eventuell auch mal an der Leine führen (natürlich unter Ihrer Aufsicht), einen Ball werfen oder das Tier kämmen.
- Konzentrieren Sie sich ganz auf Ihren Hund und seine Aufgabe, beobachten Sie ihn genau. Wenn Sie merken, dass er sich unwohl fühlt, lenken Sie die Heimbewohner durch eine Frage oder eine kurze Berührung ab und verschaffen dem Hund damit eine „Atempause“. Ist er müde, lassen Sie ihn ausruhen und erklären den Heimbewohnern, dass er sich eine Weile erholen muss.
- Achten Sie auf am Boden liegende Tabletten oder Essensreste.
- Lassen Sie den Hund möglichst nicht „Pfötchen geben“. Wenn doch, dann unterstützen Sie die Pfote Ihres Hundes mit der Hand, damit er nicht versehentlich einen Kratzer auf der Haut der Heimbewohner verursachen kann.
- Achten Sie beim Füttern darauf, dass die Heimbewohner das Futter nicht in den eigenen Mund stecken.
- Bei allen Fragen und Unklarheiten im Zusammenhang mit dem tiergestützten Besuchsdienst wenden Sie sich bitte an Herrn Börner, Tel.: 030 / 56 17 226. Informieren Sie bitte den Kassenwart, Frau Gierth, Tel.: 030 / 688 398 15, wenn Sie mit dem Besuch im Heim aussetzen, damit dem Heim nicht zu viel berechnet wird.
Wir wünschen Ihnen und Ihrem Vierbeiner viel Freude an der gemeinsamen Arbeit in der von Ihnen besuchten Einrichtung.